Nieder- und Hochdeutsches Volksliedersingen im La Vie

mit Anne-Marie Grage, Ulla Struck und Manfred Kehr

Das deutsche (Volks)Lied kann auf eine über 600jährige Tradition zurückblicken. Noch heute sind bekannt die Lieder der deutschen Bauern in ihrem mittelalterlichen Kampf gegen Ausbeutung und Knechtschaft, die vielfältigen Kommentare zum Allmachtsstreben der Katholischen Kirche (Wiedertäufer!), das breite Liederspektrum der deutschen Romantik, der bürgerlichen Revolution, der beginnenden Industrialisierung, der Napoleonischen Zeit, der Auswanderung, des Kampfes gegen Krieg und Faschismus bis hin zu den Evergreens der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Keine historische Phase blieb unkommentiert, die jeweiligen Lebensverhältnisse der Menschen waren immer wieder Gegenstand von gereimten Texten. Diese hatten jeden denkbaren Charakter: sprühende Lebensfreude, tiefes Leid, sie reichten von wertfreien Darstellungen über bissigen Satiren bis zu glühenden Anklagen und Widerstandsaufrufen, mal mehr mal weniger symbolhaft verschlüsselt.

Jede Region – auch das Münsterland – hatte ihre eigenen Lieder, eine eindeutige regionale
Zuordnung geschieht über Textinhalt und Sprache (Mundart, Dialekt). Da „Volks“lieder in der Regel keine erkennbaren Autoren haben, sind die Wurzeln oft weitverzweigt und regional meist nicht mehr eindeutig zu identifizieren (z.B. „Die zwei Königskinder“).

Die KKM möchte Lieder, die viele noch als Kind oft gesungen haben, in Erinnerung rufen oder neu lernen.

Lieder aus dem Münsterland und Westfalen, auf „platt“ und hochdeutsch, Lieder aus der Romantik und der deutschen Geschichte werden gemeinsam gesungen.

Alle Lieder werden vor dem Singen zunächst kurz „besprochen“, ihre Entstehung geklärt, der Text wo nötig erläutert. Doch im Vordergrund steht das gemeinsame Singen!

Leitung: Anne-Marie Grage, Ulla Struck und Manfred Kehr; begleitet werden die Lieder auf Akkordeon und Gitarre.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Kulturamt der Stadt Münster